Bildzeitung rät von Lebensversicherung ab

Veröffentlicht auf von Nettworker


Als linkes Organ kann man die Bildzeitung nun wirklich nicht sehen. Aber als Zeitung, die dem Volk aufs Maul schaut, in jedem Fall. So ist es sicher kein Wunder, dass BILD in einer aktuellen Ausgabe die Versicherungskritiker Manfred Poweleit (map report) und Thorsten Rudnik (Bund der Versicherten) zu Wort kommen ließ.

So antwortete Manfred Poweleit auf die Frage, mit welcher Rendite denn man in Zukunft noch rechnen könne: „Das hängt davon ab, wie sich die Finanzmärkte in Zukunft entwickeln. Wenn es so weitergeht wie bisher, wird es in Zukunft weniger Rendite geben.“
In Zahlen ausgedrückt heißt dies: Geht man von der aktuellen Situation aus, bekämen die Inhaber eines 30 Jahre laufenden Vertrages am Ende nur 3,92 Prozent (Anmerkung von uns: Nur auf den
Sparanteil ) ausgezahlt, beschreibt dies BILD in klaren Worten.

Aber warum sinkt die Rendite ?
Auch hierzu der Versicherungsexperte Poweleit:
„Die Lebensversicherer investieren überwiegend in sichere Zinspapiere. Die bringen aber durch die internationale Finanzkrise immer weniger Rendite. Und die geringeren Erlöse geben die Versicherer an ihre Kunden weiter.“

Unsere Frage hierauf:
Was hat die Versicherungswirtschaft in den vielen Jahren der Hochzinsphasen gemacht und wohin ist das Geld aus dieser Zeit „verschwunden“. So einfach
und logisch seine Antwort an dieser Stelle zu sein scheint, für kritische Versicherte ist sie dennoch nicht befriedigend.

Was die Konsequenz der Kündigung eines Vertrages sein kann,
beschreibt Thorsten Rudnik:
„Gerade in den ersten Vertragsjahren bedeutet es einen fast vollständigen Verlust der
eingezahlten Prämien.“
Der Grund laut BILD: Die Gebühren werden mit den ersten Beiträgen verrechnet und es fließen so nur wenige Einzahlungen in den Spartopf. Rudnik rät also in jedem Fall von einer Kündigung ab, was aus unserer Sicht zu kurz gesprungen erscheint. So sollte man sich in jedem Fall eine Vergleichsrechnung aufmachen lassen mit den möglichen Renditen beim Ablaufende einer Kapitallebensversicherung im Vergleich zu einer alternativen Kapitalanlageform.

Wie der anerkannte „Rechenpapst“ Bernd Klöckner dabei aufzeigt, kann bereits durch wenige Jahre Investition mit deutlich höheren Renditen, gerade in den Anfangsjahren, ein Hebel erzielt werden, der den vermeintlichen Verlust aus der Beendigung einer Kapitallebensversicherung deutlich ausgleicht.

Wenn die Lebensversicherung zudem bei LV-Doktor eingereicht wird und somit der
Rückerstattungsanspruch in Höhe der vollen Beiträge nebst Verzinsung erreicht wird, so ist dies die beste Form der Zukunftsabsicherung, und genau hierzu rät LV-Doktor.

Dabei hält er die letztendliche Aussage von Versicherungsexperte Rudnik für richtig, dass man sich lediglich die garantierte Ablaufleistung genau ansehen sollte und sich nicht von nur prognostizierten Erträgen blenden lassen sollte.

Link zum Artikel in Bild.de


Siehe auch:
Lebensversicherte werden wieder zur Kasse gebeten

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